Zum Inhalt springen

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Apps für Smartphones und Tablets

Facility Management: Gebäudeautomation » Konzept » Apps für Smartphones und Tablets

Gebäudeautomation: Apps für Smartphones und Tablets

Gebäudeautomation: Apps für Smartphones und Tablets

Die fortschreitende Digitalisierung hat auch im Bereich der Gebäudeautomation (GA) Einzug gehalten und ermöglicht einen komfortablen, ortsunabhängigen Zugriff auf alle relevanten Steuerungs- und Überwachungsfunktionen. Spezielle Apps für Smartphones und Tablets erlauben es Facility Managern, Technikern und Nutzern, Gebäudeprozesse jederzeit im Blick zu behalten und auf Veränderungen unmittelbar zu reagieren. Apps für Smartphones und Tablets revolutionieren das Gebäudeautomations- und Facility Management, indem sie eine ortsunabhängige Kontrolle und Echtzeit-Überwachung sämtlicher Gebäudefunktionen ermöglichen. Dies erleichtert nicht nur das Störfallmanagement, sondern steigert auch die Effizienz und Nutzerzufriedenheit – etwa durch optimierte Buchungsprozesse oder individuell angepasste Raumkonditionen. Um das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen, sind jedoch sorgfältige Planungen in Bezug auf IT-Sicherheit, Schnittstellenstandards und Benutzerfreundlichkeit essenziell. Durch Pilotphasen, kontinuierliche Schulungen und eine enge Einbindung der Anwender kann eine solche Lösung langfristig die Betriebskosten senken und den Komfort im Gebäude erheblich erhöhen.

Anwendungsbereiche und Funktionen

Fernbedienung und Monitoring

  • Echtzeit-Zugriff auf Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, Beleuchtung sowie Beschattung (z. B. Jalousien).

  • Übersicht über Statusmeldungen (z. B. Fehlermeldungen, Energieverbräuche, Raumklima) in einem zentralen Dashboard.

Raum- und Ressourcenmanagement

  • Buchung von Meetingräumen, Parkplätzen oder Desk-Sharing-Plätzen direkt über die App.

  • Anzeige der aktuellen Verfügbarkeit und Belegungsdaten, um Flächen optimal zu nutzen.

Alarm- und Störmeldungen

  • Push-Benachrichtigungen bei Unregelmäßigkeiten (z. B. Temperaturalarm, Wassereinbruch, unautorisierter Zutritt).

  • Schnelles Einleiten von Gegenmaßnahmen, z. B. Fernauslösung einer Notabschaltung oder Kontaktierung von Fachpersonal.

Zugangskontrolle und Sicherheit

  • Integration von Zutrittssystemen (z. B. Türöffnung per App, Erfassung von Besuchern).

  • Einrichtung digitaler Schlüssel oder QR-Codes, die nur für definierte Zeiträume gelten.

Energiemanagement und Reporting

  • Anzeige aktueller Verbrauchsdaten (Strom, Wärme, Kälte, Wasser) und Vergleich mit Sollwerten.

  • Langfristige Auswertung, um Optimierungspotenziale (z. B. Lastmanagement) zu erkennen.

Schnittstellen und Protokolle

  • Offene Kommunikationsstandards wie BACnet, KNX, Modbus oder MQTT erleichtern die Anbindung mobiler Apps.

  • Ein zentrales Gebäudemanagementsystem (GMS) oder eine Cloud-Plattform dient als „Datenknoten“, auf den die App zugreift.

IT-Infrastruktur und Netzwerke

  • Stabile WLAN- oder Mobilfunkverbindung für den reibungslosen App-Betrieb.

  • Abgesicherte VPN-Tunnel oder verschlüsselte Verbindungen (z. B. HTTPS), um sensible Gebäudedaten zu schützen

Gerätekompatibilität

  • Apps werden meist für gängige Betriebssysteme (iOS, Android) entwickelt.

  • Berücksichtigung von Bedienkonzepten für unterschiedliche Displays (Smartphones vs. Tablets).

Cloud- oder On-Premise-Lösung

  • Entscheidungsfaktoren: Datenschutz, Betriebsmodell, Kosten, Geschwindigkeit von Updates.

  • Möglichkeit, Daten und Funktionen direkt im Haus (On-Premise) oder in einer Cloud-Umgebung zu hosten.

Zeit- und Ortsunabhängigkeit

  • Zugriff auf Gebäudedaten und -steuerungen von unterwegs oder im Homeoffice.

  • Schnelles Eingreifen bei Störungen ohne persönliche Anwesenheit vor Ort.

Optimierte Prozesse und Kosteneinsparungen

  • Schnelleres Störfallmanagement minimiert Ausfallzeiten und Schäden.

  • Automatisierte Berichte, energieeffiziente Steuerungen und bedarfsorientiertes Umschalten reduzieren Betriebskosten.

Erhöhte Transparenz und Nutzerzufriedenheit

  • Mitarbeitende und Nutzende sehen jederzeit Komfortparameter (Temperatur, Luftqualität) oder verfügbare Ressourcen (Raum, Parkplatz).

  • Höhere Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitsalltags (z. B. Buchung eines Arbeitsplatzes direkt per App).

Proaktive Instandhaltung (Predictive Maintenance)

  • Apps zeigen Trends und Zustandsdaten an, auf deren Basis Wartungsarbeiten rechtzeitig geplant werden können.

  • Frühzeitiges Erkennen von Verschleiß oder Fehlfunktionen senkt Reparaturkosten und verlängert die Lebensdauer der Anlagen.

Datenschutz und IT-Sicherheit

  • Zugriffe auf GA-Systeme müssen durch Firewalls, starke Authentifizierung und Verschlüsselung geschützt sein.

  • Ggf. zusätzliche Härtung der mobilen Endgeräte (Mobile Device Management) zum Schutz vor Malware.

Usability und Akzeptanz

  • Eine intuitive, klare Benutzerführung ist entscheidend, damit alle Mitarbeitenden oder Gebäudenutzenden die App gerne nutzen.

  • Regelmäßige Updates und Feedbackschleifen, um Funktionen und Design zu optimieren.

Verfügbarkeit und Latenz

  • Abhängigkeit von stabilen Internet- oder Unternehmensnetzwerken kann in abgelegenen Bereichen zum Problem werden.

  • Einrichtung von Offline-Funktionen oder Notfallmodi (z. B. manuelle Übersteuerung bei Netzwerkausfall).

Komplexität bei heterogenen Systemlandschaften

  • Viele Bestandsgebäude weisen unterschiedliche Automations- und Protokollwelten auf.

  • Hoher Integrationsaufwand, wenn keine einheitlichen Schnittstellenstandards oder historisch gewachsene Lösungen vorhanden sind.

Pilotprojekte starten

  • Testen Sie die App in einem abgegrenzten Bereich (z. B. einem Gebäude oder einer Etage), um Fehlerquellen zu identifizieren.

  • Sammeln Sie Feedback der Nutzer, um die Bedienoberfläche zu verfeinern.

Klare Rollen- und Rechtemodelle

  • Nicht jede Funktion ist für jeden Nutzer zugänglich (z. B. Wartungstools nur für Techniker).

  • Definieren Sie Berechtigungen (Admin, Betrachter, Editierberechtigter) und passen Sie die Oberfläche an.

Schulungen und Kommunikation

  • Stellen Sie sicher, dass alle beteiligten Personen (Hausmeister, IT, Sekretariat, Nutzende) die App und ihre Funktionen verstehen.

  • Interne Tutorials, Erklärvideos oder persönliche Einweisungen erhöhen die Nutzungsquote und das Verständnis.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

  • Regelmäßige Updates für Sicherheitspatches und Funktionsausbau einplanen.

  • Anpassung an neue Gebäudebereiche oder Technik-Standards im Zuge von Modernisierungen.