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Anlagenverzeichnis

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Anlagenverzeichnis für technische Gebäudeautomation und strukturierte Anlagendokumentation

Technische Anlagenliste

Ein vollständiges Anlagenverzeichnis und klar definierte Prüf-, Wartungs- und Dokumentationspläne bilden die Grundlage für den sicheren, rechtskonformen und wirtschaftlichen Betrieb der Gebäudeautomation. Die Übersicht umfasst alle relevanten Systeme wie Gebäudeleittechnik, DDC-Automationsstationen, Raumautomation, Schaltschränke, Gateways, Feldbusse, Sensoren, Aktoren, Zähleraufschaltungen sowie Schnittstellen zu HLK-, Beleuchtungs-, Verschattungs-, Energie- und Sicherheitssystemen. Die eindeutige Zuordnung von Anlagennummern, Standorten, Datenpunkten, Kommunikationsprotokollen, Verantwortlichkeiten und Prüfintervallen stellt sicher, dass Betrieb, Instandhaltung und Mängelverfolgung nachvollziehbar organisiert sind. Relevante Grundlagen sind unter anderem VDI 3814, DIN EN ISO 16484, DIN EN ISO 52120-1, DIN 31051, BetrSichV, DGUV Vorschrift 3 sowie VDI 6026. Eine strukturierte Anlagenliste unterstützt die Verfügbarkeit der Gebäudeautomation, reduziert Störungen, erleichtert Software- und Backup-Management und ermöglicht ein transparentes, CAFM-gestütztes Facility Management über alle Automationsbereiche hinweg.

Anlagenverzeichnis für technische Gebäudeautomation

Anlagenverzeichnis

Nr.

Anlagentyp

Datenpunkte [Stk.]

Versorgungsbereich [m²]

Anlagenleistung [kW]

Steuerung

Klasse / Norm

Standort / Bereich

Besondere Merkmale

Baujahr / Inbetriebnahme

1

Gebäudeleittechnik GLT

1.200,00 18.000,00 5,00

GLT-Server

DIN EN ISO 16484

Technikraum EG

Alarmmanagement, Trendaufzeichnung, Benutzerverwaltung, Fernzugriff

2026

2

DDC-Automationsstation HLK

320 4.500,00 2,50

DDC-Regler

VDI 3814

Technikzentrale UG

Zeitprogramme, Störmeldungen, Hand-/Automatikbetrieb, BACnet/IP

2026

3

Raumautomation Büro

450 3.200,00 1,80

Raumcontroller

DIN EN ISO 52120-1, Klasse B

Bürobereich A

Temperaturregelung, Präsenzmeldung, Licht- und Sonnenschutzsteuerung

2026

4

Heizungsregelung

180 6.000,00 350,00

DDC / Heizungsregler

VDI 3814

Heizzentrale UG

Außentemperaturgeführte Regelung, Pumpenüberwachung, Betriebsstundenzähler

2026

5

Lüftungsregelung RLT

260 5.500,00 120,00

DDC-Schaltschrank

DIN EN ISO 16484

Lüftungszentrale Dach

CO₂-Regelung, Frostschutz, Filterüberwachung, Wärmerückgewinnung

2026

6

Kälteanlagenregelung

150 4.000,00 280,00

Herstellerregler / DDC

BACnet / Modbus TCP

Kältezentrale UG

Vor- und Rücklauftemperatur, Störkontakt, Laufzeitüberwachung

2026

7

Energie- und Medienzählung

95 18.000,00 0,80

Zählergateway

M-Bus / BACnet

Zählerschrank UG

Strom-, Wärme- und Wasserzähler, Verbrauchsdaten, Export an GLT

2026

8

Brandschutzklappen-Überwachung

140 7.500,00 20.01.2026

I/O-Modul an DDC

VDI 3814

RLT-Bereiche

Auf-/Zu-Meldung, Störmeldung, Wartungshinweis, Anzeige auf GLT

2026

Stammdatenblatt je energietechnischer Anlage (Struktur)

  • Anlagennummer, Standort, Gebäude / Ebene / Technikraum, Versorgungs- oder Funktionsbereich wie Automationsstation, Schaltschrank, Raumautomation, Feldgerät, Kommunikationsgateway, GLT-Server oder Sicherheits- / Überwachungsfunktion. Betriebsumgebung, z. B. Innen- oder Außenbereich, Temperatur, Feuchte, Staubbelastung sowie Schutzart und besondere Anforderungen, falls zutreffend. Zuordnung nach Gewerk und relevanter Gebäudeautomationsstruktur, z. B. HLK, Elektro, Beleuchtung, Raumautomation, Energieerfassung oder Sicherheitsanbindung.

  • Hersteller / Typ, Seriennummer, CE-Konformität bzw. Konformitätserklärung, Firmware- / Softwarestand, Spannungsversorgung, Absicherung, Schaltschrankzuordnung und Schutzart. Kommunikationsschnittstellen für GLT, CAFM und Energiemanagement, z. B. BACnet, KNX, Modbus, M-Bus oder OPC UA. Angabe der Datenpunktanzahl, Datenpunkttypen, Netzwerkadresse, Bussegment, IP-Adresse, VLAN oder Schnittstellenbeschreibung, soweit für Betrieb und Wartung erforderlich.

  • Daten der Automations- und Bedieneinheiten: Art des Geräts, z. B. Automationsstation, DDC-Regler, Raumcontroller, Touchpanel, GLT-Server, Gateway oder Datenlogger. Auslegung und Kapazität, z. B. Anzahl physischer und virtueller Datenpunkte, I/O-Module, Regelkreise, Trendaufzeichnungen, Alarmmeldungen und Benutzerfunktionen. Wesentliche Regel-, Überwachungs- und Sicherheitsfunktionen wie Frostschutz, Störmeldung, Betriebsfreigabe, Verriegelungen, Grenzwertüberwachung, Notbetrieb oder Hand-/Automatikfunktion.

  • System- und Verteilstruktur: Zuordnung zu Schaltschrank, Netzwerk, Feldbus, Etage, Gebäudeteil und angebundenen technischen Anlagen. Erfasste und gesteuerte Komponenten wie Sensoren, Aktoren, Ventile, Klappen, Zähler, Frequenzumrichter, Pumpen, Ventilatoren, RLT-Anlagen, Heiz- und Kälteverteilungen sowie Raumfunktionen. Angaben zur Zugänglichkeit, Wartungsfläche, Ersatzteilverfügbarkeit und Dokumentation der Anschluss- und Klemmenpläne.

  • Klassifizierung und Nutzungsprofil: Betriebsart, z. B. Dauerbetrieb, zeitabhängiger Betrieb, Redundanz, Standby oder sicherheitsrelevante Überwachung. Nutzung, Betriebsstunden, Schalthäufigkeit, Alarmaufkommen und relevante Kennzahlen wie Verfügbarkeit, Störungsrate, Reaktionszeit, Datenqualität oder Energieoptimierung. Einstufung nach Kritikalität für den Gebäudebetrieb, z. B. kritisch / nicht kritisch, sowie besondere Anforderungen aus Betreiberpflichten, Brandschutzkonzept, DGUV, BetrSichV oder projektspezifischen Vorgaben. Festgelegte Instandhaltungsstrategie, z. B. zeit-, zustands- oder ereignisorientiert, sowie vereinbarte Service-Level mit Reaktions- und Wiederherstellungszeiten.

  • Prüf- und Wartungsintervalle, Verweise auf Anlagenbuch, Datenpunktliste, Netzwerk- und Schaltschrankdokumentation, GLT- / CAFM-Objekte sowie relevante Nachweise. Dazu gehören z. B. Abnahmeprotokolle, Funktionsprüfungen, Wartungsberichte, Prüfprotokolle, Backup- und Restore-Nachweise, Software- / Firmwarestände, Netzwerkkonfigurationen, Kalibrierzertifikate und Dokumentation der Datenpunkt- und Alarmprüfung.

Rollen, Nachweise, Dokumentation

  • Gefährdungsbeurteilung & Prüfkonzept: Auf Basis einer dokumentierten Gefährdungsbeurteilung für die Gebäudeautomation legt der Betreiber die Art, den Umfang, die Methode und die Fristen für Prüfungen, Wartung, Instandsetzung und Verbesserungen fest. Dies erfolgt unter Berücksichtigung von BetrSichV §§ 3 und 14, TRBS 1111, TRBS 1201, TRBS 1203, DGUV Vorschrift 3, DIN 31051, VDI 3810, VDI 3814 sowie DIN EN ISO 16484, soweit anwendbar. Dazu gehören klare Zuständigkeiten für Betreiber, Facility Management, Gebäudeautomation-Fachfirma, Elektrofachkraft, IT/OT-Verantwortliche und befähigte Personen sowie die Abbildung aller Maßnahmen im CAFM- oder Wartungssystem.

  • Wiederkehrende Prüfungen der Gebäudeautomation erfolgen mindestens nach Gefährdungsbeurteilung und Betreiberanforderung. Dazu zählen Funktionsprüfungen von Automationsstationen, GLT, Schaltschränken, Gateways, Sensoren, Aktoren, Alarmen, Zeitprogrammen, Datenpunkten, Trendaufzeichnungen und Schnittstellen zu HLK-, Elektro-, Energie- und Sicherheitssystemen. Zusätzlich sind elektrische Prüfungen, Sichtprüfungen, Kommunikationsprüfungen, Backup-/Restore-Tests und die Kontrolle von Benutzerrechten, Störmeldungen und Betriebsfreigaben vorzusehen. Prüfungen vor Erstinbetriebnahme sowie nach wesentlichen Änderungen, Softwareupdates oder Störungen sind gesondert zu dokumentieren.

  • Für jede GA-Anlage ist ein Anlagen- und Prüflogbuch zu führen. Abzulegen sind Datenpunktlisten, Funktionsbeschreibungen, GLT-Bilder, Netzwerk- und Schaltschrankdokumentation, Abnahmeprotokolle, Wartungsberichte, Prüfprotokolle, Störungsübersichten, Änderungen an Software/Firmware, Backup-Nachweise und relevante Freigaben. Die Verknüpfung mit CAFM, Störungsmanagement und Energiemanagement ist sicherzustellen, damit Kennzahlen wie Verfügbarkeit, Reaktionszeit, Störhäufigkeit und Instandhaltungsaufwand ausgewertet werden können. Prüfnachweise sind mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren; längere Aufbewahrungsfristen können sich aus Betreiberpflichten, Verträgen oder Projektdokumentation ergeben.